Kloster Engelport 2008

Alle Jahre wieder oder The same procedure as every year

Good News im Oblatenkloster Engelport

 

Ja, das Zählen, wie oft wir schon im Flaumbachtal waren, haben wir tatsächlich aufgehört. Aber es ist jedes Mal wie Nach-Hause-Kommen. Auch in diesem Jahr haben wir uns fast alle (26 Erwachsene und 4 Kinder) am letzten Januarwochenende pünktlich zum Abendessen am Freitag im Speisesaal des Klosters Engelport bei Kastellaun getroffen, um wieder ein paar schöne, gemeinsame Tage (und Nächte) zu verleben.

 

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Blick von der Burg auf Cochem

Erstmalig haben wir die Zeit dort nicht für Proben genutzt, da Manuel Martitz erfreulicherweise zwar noch Chormitglied ist, aber seine Chorleitertätigkeit zum Jahresende aufgegeben hat.

 

Umso schöner, dass er nicht uns, sondern nur die Arbeit mit uns niedergelegt hat und samt Familie mit uns mal wieder im Kloster war. So war das Wochenende geprägt von vielen individuellen Möglichkeiten und jeder Menge unterschiedlicher Gemeinschaftsangebote.

 

 

 

 

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No Angels

Neben diversen sportlichen Angeboten bei herrlichem Winterwetter wie Wandern (manchmal war die Landschaft so schön, dass man gar nicht gemerkt hat, wie weit man geht, wie schnell die Zeit vergeht und dass es nicht zu schaffen ist, 8 km in einer halben Stunde zum Kloster zurück zu gehen, um das Mittagessen nicht zu versäumen.

Da wurde so mancher als Anhalter an der Straße aufgelesen und mit dem Auto zurück ins Kloster gebracht) oder Shi Gong, Nordic Walken oder Joggen, konnte man auch die Seele baumeln lassen (kann mitunter auch Extremsport sein). Es gab Videoangebote mit alten Chorvideos (sehr interessant ;-)) bzw. Musikfilme im Gemeinschaftsraum, Singproben mit Ralf und Gitarre, wo man mal die etwas anderen Songs, Töne und Gruppierungen ausprobieren konnte, aber auch die Möglichkeit eines Nachmittagsausflugs nach Cochem mit Aufstieg zur Burg und Besuch der Senfmühle. Und wer das alles gar nicht wollte (oder konnte), konnte sich getrost zurückziehen und die Ruhe des Klosters genießen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Josef singt die Flunder
Josef singt die Flunder

Jedes Mal unvergessen sind die Abende mit Bruder Josef im Klosterkeller, der nicht nur uns gerne singen hört, sondern auch begeistert mit uns singt oder gar eigene Ständchen zum Besten gibt. Lieder, die wir alle aus unserer Kindheit kennen oder auch nicht, haben im Laufe der Jahre auch an Strophen hinzugewonnen und geben Anlass zum Schmunzeln. Immer wieder ist es ein riesiger Spaß, Bruder Josef beim Singen zuzuhören und vor allem zu sehen, wie er dynamisch vom Stuhl springt, um uns alle beim „Stata Tiralala“ des Flunder-Refrains mitzureißen. Den Klosterkeller haben wir in diesem Jahr ganz allein belegt und so war es möglich, dort ein wenig Technik (Verstärker, Mikros) aufzubauen und es musikalisch krachen zu lassen. Ralf Benesch hat sich dabei als versierter Karaoke-Fachmann (man muss gar nicht für teures Geld irgendwelche Karaoke-Anlagen irgendwo ausleihen. Man sollte jemanden fragen, der sich damit auskennt und den findet man ausnahmsweise mal nicht bei Obi, sondern bei uns im Chor). Haufenweise Notenblätter und Ralfs niemals endende Begeisterung beim Spielen der zahlreichen Lieder haben uns zwei wirklich musikalisch fröhliche und ausgelassene Abende bis Früh-Morgende beschert. Ungeahnte Talente taten sich auf: Jörg als Wolfgang Niedecken mit „Verdammt lang her“ oder wahlweise auch als Sensenmann, Andrea, Regine und Julia als „No Angels“, Lutz als Robbie Williams usw. Das begeisterte wohl auch einen Klostergast eines anderen Chores, der eigentlich nur zu uns in den Keller kam, um Gläser abzuspülen und zu trocknen. Es waren gar nicht so viele Gläser und die waren auch nicht so schmutzig, aber er hat gespült und getrocknet und gespült und getrocknet und ... und ...so nett war es bei uns. Schön, wenn es auch anderen Spaß macht und sie sich in unserer Gesellschaft wohlfühlen.

 

 

 

 

 

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Rocker Ralf

Alles in allem wieder ein rundum gelungenes Wochenende mit leckerem Essen, schönem Wetter, viel Spaß, viel Individualität, viel Gemeinschaft, wenig oder viel Schlaf, viel Wein, Bier, Wasser und Apfelschorle, guten Gesprächen, vielen Denkanstößen und zu guter Letzt Zucker im Salzstreuer.

 

 

 

In diesem Sinne auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Die Planungen laufen schon.